Kategorisierung und Unterschiede bei PSA gemäß EU-Verordnung 2016/425:
Die persönliche Schutzausrüstung (PSA) wird in drei Kategorien eingeteilt: Kategorie I für geringfügige Risiken, Kategorie II für mittlere Risiken und Kategorie III für tödliche Gefahren oder ernsthafte irreversible Gesundheitsschäden. Die notwendige PSA-Kategorie wird durch eine Gefährdungsanalyse ermittelt, insbesondere in Bereichen wie Chemikalien und biologische Arbeitsmittel.
PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV):
Diese deutsche Verordnung setzt die EU-Verordnung 2016/425 um und regelt die Bereitstellung und Benutzung von PSA durch Arbeitgeber und Beschäftigte. Sie beschreibt die Anforderungen an Beschaffung, Wartung und Unterweisung der Mitarbeiter.
Gesetzliche Regelungen innerhalb der EU:
Die EU-Verordnung 2016/425 und verschiedene EN-Normen (z.B. EN 340, EN 420) legen die Prüfstandards für PSA fest. Nationale Umsetzungen erfolgen durch Verordnungen wie die 8. ProdSV des BMAS.
Freiwillige, ergänzende Prüfungen:
Prüfungen nach amerikanischen Normen wie ASTM sind möglich, jedoch nicht verpflichtend.
Wichtige europäische Prüfnormen:
Es gibt spezifische EN-Normen für Schutzkleidung und Schutzhandschuhe gegen Chemikalien und Infektionserreger, wie EN ISO 13688, EN 14126, EN 374 und EN 16523-1.
Materialien für Einweg-Schutzhandschuhe:
Latex ist ein weit verbreitetes Material, jedoch mit Allergierisiken verbunden. Alternativen wie Polyisopren, Vinyl, Polychloropren (Neopren) und Nitril bieten unterschiedliche Schutz- und Trageeigenschaften.
Unterschiede zwischen medizinischen Handschuhen und Schutzhandschuhen:
Medizinische Handschuhe dienen der Hygiene und Infektionsvermeidung, während Schutzhandschuhe den Anwender vor Chemikalien schützen sollen. Sie unterliegen unterschiedlichen Prüfstandards.
Penetrationsprüfung für Chemikalien-Schutzhandschuhe:
Diese Handschuhe müssen der Norm EN 374 entsprechen, die die Beständigkeit gegen Chemikalien und Mikroorganismen prüft.
Zusammenfassung des Dokuments über Schutzhandschuhe:
1. Qualitätsprüfung und AQL-Wert: Schutzhandschuhe werden auf Mikrolöcher mit Luft- oder Wassertests untersucht. Der AQL-Wert (Acceptable Quality Level) gibt die Qualität an, wobei ein niedrigerer Wert eine bessere Qualität bedeutet. Die Ergebnisse von Wasser- und Lufttests sind nicht vergleichbar.
2. Permeationsprüfung: Die Permeationsprüfung gemäß EN 374-1 und EN 16523-1 misst die Zeit, bis eine Chemikalie das Handschuhmaterial durchdringt. Es gibt drei Typen von Schutzhandschuhen (A, B, C), basierend auf der Anzahl der Chemikalien, die sie zurückhalten können.
3. Mechanische Risiken: Schutzhandschuhe werden gemäß DIN EN 388 auf Abriebfestigkeit, Schnittfestigkeit, Weiterreißkraft und Durchstichkraft geprüft.
4. Zertifizierung und PSA-Kategorie III: Schutzhandschuhe der Kategorie III müssen von einer Zertifizierungsstelle geprüft werden. Ein QM-System oder eine kontinuierliche Qualitätssicherung ist erforderlich.
5. Produktspezifikationen: Verschiedene Handschuhmodelle wie Manu N, Dermagrip Ultra, Manu Prene XP und andere werden beschrieben. Sie bieten Schutz gegen Chemikalien, CMR-Arzneimittel und biologische Arbeitsstoffe. Die Handschuhe sind in verschiedenen Größen und Verpackungen erhältlich.
6. Materialien und Eigenschaften: Die Handschuhe bestehen aus Materialien wie Nitril, Neopren und Latex. Sie sind allergenarm, puderfrei und bieten Schutz gegen Viren gemäß ASTM F 1671.
7. Isolator-Handschuh-Wechselsystem: Ein innovatives System ermöglicht den sicheren Wechsel von Handschuhen im laufenden Betrieb, insbesondere beim Umgang mit Zytostatika.
8. Mehrweg-Schutzhandschuhe: Modelle wie Ultranitril 480 und Stansolv AK 22 381 bieten Schutz gegen chemische Gefahren und sind mehrfach einsetzbar.
Das Dokument bietet umfassende Informationen über die verschiedenen Arten von Schutzhandschuhen, ihre Prüfungen, Zertifizierungen und spezifischen Anwendungen.
Hauptmerkmale der Schutzausrüstung: Die persönliche Schutzausrüstung der Kategorie III bietet hervorragenden Schutz gegen konzentrierte Chemikalien und ist baumustergeprüft und zertifiziert. Sie verfügt über eine umfangreiche Permeationsliste und ist mehrfach einsetzbar, wobei die Produktinformationen zu beachten sind.
Material und Design: Die Schutzhandschuhe sind unsteril, aus Tri-Polymer gefertigt und haben eine anatomische Passform mit geradem Stulpenrand und profilierter Handfläche. Die Länge beträgt 360 mm.
Bestellinformationen: Es gibt verschiedene Modelle und Größen, darunter Stansolv AK-22 381 in Grün und Trionic 517 in Gelb, jeweils in den Größen S bis XL erhältlich.
Mehrweg-Schutzhandschuhe: Der Kronit-Proof 395 bietet Schnittschutz (Level 5) und ist beständig gegen mechanische Belastungen. Der Butoflex 651 bietet chemische Beständigkeit gegen starke Säuren und andere Chemikalien.
Degradation von Schutzhandschuhen: Schutzhandschuhe können durch Chemikalienkontakt verändert werden, was als Degradation bezeichnet wird. Diese Veränderungen können die Schutzfunktionen beeinträchtigen. Die Beständigkeit wird gemäß EN 374-4 geprüft.
Schutzkleidung: Schutzoveralls müssen gemäß der PSA-Richtlinie geprüft sein. Der Schutzoverall Tyvek® Classic Plus bietet Schutz gegen Zytostatika und Chemikalien, während der Tychem® C und Tychem® F Schutz gegen anorganische und organische Chemikalien bieten.
Reinraum-Schutzkleidung: Die Partikelabgabe von Schutzkleidung wird in speziellen Prüfkammern gemessen, um die Eignung für Reinräume zu gewährleisten.
Einleitung: Der Text behandelt die Partikelabgabe von Schutzkleidung in Reinräumen und die entsprechenden Prüfverfahren. Es wird erläutert, wie die Partikelabgabe gemessen und optimiert werden kann, um sowohl den Personen- als auch den Produktschutz zu gewährleisten.
Prüfverfahren: Es werden drei Hauptprüfverfahren zur Bestimmung der Partikelabgabe beschrieben: das Helmke-Drum-Verfahren, die Durchsaugmethode gemäß ASTM 51-68 und die Body-Box-Methode. Jedes Verfahren hat spezifische Vor- und Nachteile, wobei die Body-Box-Methode als besonders realitätsnah hervorgehoben wird.
Reinraumklassen und Normen: Die ISO 14644-1 definiert die Luftreinheitsklassen für Reinräume, während der GMP-Leitfaden Annex 1 spezifische Anforderungen für die Arzneimittelproduktion festlegt. Diese Normen bestimmen die maximal zulässigen Partikelkonzentrationen in verschiedenen Reinraumklassen.
Schutzkleidung: Es wird zwischen Reinraumkleidung und Chemikalienschutzkleidung unterschieden. Letztere ist gemäß der PSA-Verordnung 2016/425 für den Umgang mit Gefahrstoffen vorgeschrieben. Neue Produktionsmethoden ermöglichen die Herstellung von reinraumgerechter Einweg-Schutzkleidung.
Produkte und Bestellinformationen: Es werden verschiedene Schutzkleidungsprodukte vorgestellt, darunter Schutzüberstiefel, Schutzstiefel, Schutzüberschuhe, Kopfhauben, Schürzen und Schutzkittel. Für jedes Produkt werden spezifische Eigenschaften, Einsatzbereiche und Bestellinformationen angegeben.
Fazit: Die richtige Auswahl und Anwendung von Schutzkleidung ist entscheidend für den Schutz von Personen und Produkten in Reinräumen. Zertifizierte Schutzkleidung bietet Sicherheit vor Gefahrstoffen und entspricht den Anforderungen an Reinräume.
Schutzarmstulpen: Die Schutzarmstulpen Tychem® C und Tychem® F bieten Schutz gegen Chemikalien, Zytostatika und biologische Arbeitsstoffe. Sie sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, sowohl steril als auch unsteril, und eignen sich für Reinräume bis ISO-Klasse 5. Die Armstulpen sind flüssigkeitsundurchlässig und haben ultraschallgeschweißte Nähte für hohen Penetrationsschutz.
Atemschutzmasken: Die Atemschutzmasken sind in verschiedenen Typen erhältlich, darunter FFP-2 und FFP-3 Masken, die gemäß EN 149 zertifiziert sind. Sie bieten Schutz vor Partikeln und Aerosolen, sind jedoch nicht für gasförmige Stoffe geeignet. Spezielle Masken wie die BLS 860 und BLS Zero 31 bieten zusätzlichen Schutz gegen Nanopartikel.
Schutzbrillen: Schutzbrillen sind gemäß der EU-Richtlinie 89/686/EWG zertifiziert und bieten Schutz in Laboren und Reinräumen. Es gibt autoklavierbare Modelle mit Antifog-Beschichtung, die für sterile Anwendungen geeignet sind. Die Brillen sind leicht, bieten ein großes Sichtfeld und sind mit weiterer PSA kombinierbar.
Schutzbrillen: Die Ultravision und Fahrenheit SA Schutzbrillen sind gasdicht und eignen sich für den Umgang mit chemischen Stoffen und biologischen Arbeitsstoffen. Sie entsprechen den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Infektionsschutzsets.
Kennzeichnung von Schutzbrillen: Schutzbrillen werden nach optischer Klasse, mechanischer Festigkeit und Beständigkeit gegen Beschlagen gekennzeichnet. Es gibt verschiedene Kurzzeichen für unterschiedliche Verwendungsbereiche und mechanische Festigkeiten.
Pandemie- und Infektionsschutz Sets: Berner International bietet Pandemie-Sets für Einsatzkräfte, die den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts entsprechen. Diese Sets enthalten persönliche Schutzausrüstung wie Schutzoveralls, Atemschutzmasken und Schutzbrillen.
Einmalartikel: Im Labor werden Einmalartikel wie Entnahmekanülen und Tupfer verwendet, um die Arbeit sicherer zu gestalten. Der UltraSpike II und der MicroSpike sind spezielle Entnahmekanülen für den sicheren Umgang mit CMR-Arzneimitteln.
Hauptabschnitte:
- Bestellinformationen: Enthält Artikelnummern und Beschreibungen für verschiedene Produkte wie UltraSpike, Extra-Spike, Plaumentupfer, SpillKits und Bindemittel für Formaldehyd. Diese Produkte sind für den Einsatz in medizinischen und Laborumgebungen konzipiert, um Kontaminationen zu verhindern und zu beseitigen.
- SpillKits: Diese Kits sind für den Notfall- und Reinigungsbedarf bei Zytostatika-Verschüttungen konzipiert. Sie enthalten persönliche Schutzausrüstung und andere notwendige Hilfsmittel. Es gibt verschiedene Varianten, darunter das SpillKit XP und das SpillKit XP Duo für zwei Personen.
- Wischproben-Set: Entwickelt zur Überwachung und Aufdeckung von Kontaminationsquellen durch CMR-Arzneimittel. Es bietet eine kostengünstige Analyse und Validierung von Reinigungsprozessen.
- Reinigungstücher und -tools: Produkte wie ISYSOFT Reinigungstücher und spezielle Reinigungstools für Sicherheitswerkbänke und Isolatoren. Diese sind für die effektive Reinigung und Desinfektion in Laborumgebungen optimiert.
- Folienschläuche und Lichtschutzbeutel: Diese Produkte sind für die sichere Entsorgung und Lagerung von Abfällen und lichtempfindlichen Substanzen konzipiert. Sie bieten Schutz vor UV-Strahlung und sind in verschiedenen Größen erhältlich.
- Desinfektionsmittel: Eine Auswahl an Flächen- und Händedesinfektionsmitteln, einschließlich gebrauchsfertiger Lösungen und Tuchspendersysteme, um hohe hygienische Standards zu gewährleisten.
Kritische Informationen:
- Die Produkte sind speziell für den Umgang mit gefährlichen Substanzen wie Zytostatika und Formaldehyd entwickelt.
- SpillKits und Wischproben-Sets sind entscheidend für die Sicherheit und Kontaminationskontrolle in medizinischen und Laborumgebungen.
- Die regelmäßige Überwachung und Reinigung sind notwendig, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten.
Produktübersicht und Spezifikationen:
- Bode X-Wipes Safety Pack: Enthält 90 Tücher, Artikel-Nr. 100173.
- Bacillol® AF und Bacillol® plus: Alkoholische Schnelldesinfektionsmittel für alkoholbeständige Flächen und Medizinprodukte. Bacillol AF bietet schnelle Einwirk- und Abtrocknungszeit. Beide Produkte sind VAH-gelistet und CE-gekennzeichnet.
- Mikrobac® Tissues: Alkoholfreie Desinfektionstücher für empfindliche Flächen und Medizinprodukte.
- Kohrsolin® extra Tissues: Aldehydhaltige Desinfektionstücher mit viruzider Wirksamkeit.
- Sterillium® classic pure: Farbstoff- und parfümfreie Händedesinfektion mit Langzeitwirkung.
- Baktolan® protect: Wasser-in-Öl Creme zur langanhaltenden Hautpflege.
Bestellinformationen:
- Bacillol® plus Flächendesinfektionsmittel: Kanister 5 l, Artikel-Nr. H-9802091.
- Sterillium® Tissues: Faltschachtel mit 10 Stück, Artikel-Nr. H-9812290.
- Baktolan® protect+ pure: Flasche 350 ml, Artikel-Nr. H-9811822.
Empfohlene Anwendungen und Vorteile:
- Sterillium® classic pure: Geeignet für Anwender mit empfindlicher Haut, bietet Schutz gegen Bakterien, Hefepilze und behüllte Viren.
- Baktolan® protect: Schützt vor wasserlöslichen Schadstoffen und pflegt trockene Haut.
- Baktolan® balm pure: Stabilisiert den Säureschutzmantel der Haut und unterstützt die Zellregeneration.
Kontaktinformationen: Berner International GmbH, Mühlenkamp 6, 25337 Elmshorn, Germany. Tel: +49 4121 4356 - 0, Email:
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