
Die unterschiedlichen Eigenschaften optischer Strahlung werden für ganz verschiedene Anwendungsbereiche in der Medizin genutzt. Hierbei spielen medizinische Wirkungen, die körperlich messbar sind eine Rolle und nicht direkt messbare psychosomatische Wirkungen. Unter optischer Strahlung versteht man die elektromagnetische Strahlung im Wellenlängenbereich von 100 nm bis 1 mm. Das Spektrum der optischen Strahlung wird unterteilt in ultraviolette (UV), sichtbare (VIS) und infrarote Strahlung (IR). Licht ist der für das menschliche Auge sichtbare Teil der elektromagnetischen Strahlung und umfasst den Bereich der Wellenlängen von etwa 380 nm bis 780 nm, (Abb.1). Eine genaue Grenze lässt sich jedoch nicht angeben, da die Empfindlichkeit des Auges an den Wahrnehmungsgrenzen nur allmählich und nicht plötzlich abnimmt. Die an das sichtbare Licht beidseitig angrenzenden Bereiche der Infrarot- und Ultraviolettstrahlung werden im Allgemeinen ebenfalls als „Licht“ bezeichnet. Es gibt also einen sichtbaren und zwei unsichtbare Be- reiche der optischen Strahlung. Soviel zu den quantitativen Aspekten der optischen Strahlung. Die unterschiedlichen Eigenschaften optischer Strahlung werden für ganz verschiedene Anwendungsbereiche in der Medizin genutzt. Hierbei spielen medizinische Wirkungen, die körperlich messbar sind eine Rolle und nicht direkt messbare psychosomatische Wirkungen. Im Rahmen dieses Artikels ist das Zusammenspiel von farbigem Licht und nahem Infrarotbereich von besonderem Interesse, das auch unter dem Begriff der Farbtiefenwärme bekannt wurde (Abb. 1). Im Vergleich zu dem wärmeerzeugenden Infrarot, das von den Sensoren der Haut wahrgenommen wird, ist das Farblicht kalt und wird in erster Linie durch die Augen registriert. Hierin liegt auch der Ansatz für eine therapeutische Synergie von farbigem Licht und nahem Infrarot. In der Komplementär-Medizin kommt der Farbtherapie im Rahmen einer Zuschreibung von qualitativen Eigenschaften zu den jeweiligen Farben eine ganz besondere Bedeutung zu (Tab. 1). Diese Wirkungsmechanismen, die sich vorwiegend jenseits der direkten materiellen Einwirkung vollziehen, sind seitens der Wissenschaft messtechnisch nicht erfassbar und werden der Einfachheit halber dem Placebo-Effekt zugeschrieben. Infrarotstrahlung auf der anderen Seite löst über Wärmeentwicklung direkte Wirkungen auf die Physiologie des Körpers aus, wobei möglich Effekte wie eine Steigerung von Durchblutung, Sauerstoffpartialdruck und Gewebeversorgung genauso erwünscht sind, wie Ausschwemmung von Metaboliten, Tabelle 1: Farbwirkungen über Zuschreibungen nach dem Chakrasystem • Orange: anregend, unterstützend • Gelb: verändernd, lösend • Grün: beruhigend, ausgleichend • Blau: antiseptisch, kühlend • Indigo: regulierend, schmerzlindernd • Violett: unterstützend, entspannend
Katalog auf Seite 1 öffnenTabelle 2: Die typischen wIRA-Wirkungen Schmerzminderung und Muskeldetonisierung. • Schmerzlinderung, Muskelentspannung Medizinisch wirklich in• Steigerung von Stoffwechsel und Durchblutung teressant wird es jedoch • Verbesserte Gewebeversorgung und Entschlackung erst, wenn der lichtnahe • Ausschwemmung von Metaboliten Teil der infraroten Wär• Anregung des örtlichen Immunsystems mestrahlung durch ein flüssiges Medium wie • Gesteigerter Sauerstoffpartialdruck im Gewebe Wasser geleitet wird, eine • Onkologische Hyperthermie (Ganzkörperhyper Methode, die als wIRAthermie, lokale Hyperthermie) Strahlung...
Katalog auf Seite 2 öffnen4 Seiten
2 Seiten
2 Seiten
1 Seite